Eigentlich lese ich nicht wirklich Literatur, in der es um die Kirche geht, bei „Die Bruderschaft Christi“ von Ulrich Hefner habe ich aber einmal eine Ausnahme gemacht, nachdem sich das Buch schon einmal in meinem Besitz befand.
Die Bruderschaft Christi - Verschwörungen, Mord und Geheimbünde - Die Handlung
Das Buch hat mehrere Handlungsstränge, welche sich nach und nach miteinander verbinden. Der erste Handlungsstrang beginnt in Israel. Hier arbeitet gerade ein Team Archäologen an der Ausgrabung einer alten, römischen Garnison. So denken die meisten im Team jedenfalls und so wurde auch der Antrag begründet, damit die Grabungen überhaupt stattfinden konnten. Doch der Ausgrabungsleiter möchte hier etwas ganz anderes finden. Er vermutet unter der römischen Garnison ein altes Grab, auf welches dann auch ein Archäologe durch Zufall stößt.
Für die Kirche könnte dieser Fund ernsthafte Folgen haben, aber das weiß im Team der Archäologen natürlich keiner. Als dann aber ein Mitglied des Teams ermordet wird, fangen die anderen Archäologen an misstrauisch zu werden und beginnen damit, eigene Ermittlungen aufzunehmen.
Die zweite Handlung findet in Deutschland statt. Hier wird ein Mönch auf grausame Art und Weise ermordet. Zuerst kann sich die Polizei nicht erklären, warum der Mönch sterben musste und warum es auf diese Weise geschah. Als dann wenig später noch ein zweiter Mitarbeiter der Kirche getötet wird, kommt der Hauptermittler langsam auf die Spur der Täter, aber noch ist sich die Polizei über das Motiv im unklaren.
Im dritten Handlungsstrang kommt dann die Kirche ins Spiel. Hier ist man durch den Fund in Israel aufgeschreckt. So schnell wie möglich möchte man jetzt das Geschehen an sich ziehen und die Ausgrabungen übernehmen. Man hofft das Schlimmste noch verhindern zu können, doch der Ausgrabungsleiter hat sich mit den wichtigen Funden schon aus dem Staub gemacht. Aber einigen Mitgliedern der Kirche ist jedes Mittel recht um an die Funde, welche bei der Ausgrabung in Israel gemacht wurden, zu kommen.
Fazit
Mit seinen ständigen Sprüngen zwischen den Handlungssträngen verwirrt Ulrich Hefner am Anfang ein wenig, doch hier hat man sich schnell eingelesen und die Unterbrechungen zwischen den einzelnen Handlungen sind immer nur wenige Seiten lang, sodass man sich als Leser nicht immer erst überlegen muss, wie und wo man aus der Handlung ausgestiegen ist. Durch diese relativ kurzen Abschnitte gelingt es dem Leser, alle Handlungsstränge im Auge zu behalten und sie für sich selbst zu einer Geschichte zusammenzusetzen. Es macht Spaß jedes Detail aufzunehmen und es in Zusammenhang mit einen anderen Handlungsstrang zu bringen. Dadurch fällt es auch schwer das Buch zur Seite zu legen und mit dem Lesen aufzuhören. Man möchte erfahren, wie es weiter geht, möchte alle Handlungen immer weiter verfolgen und erfahren, wie die gesamten Handlungen zusammenpassen und was am Ende mit den einzelnen Hauptfiguren passiert.
Dieses Buch ist für alle geeignet die gerne Thriller lesen und die sich mit der Kirche auch kritisch auseinandersetzten können. Das Buch zerstört dabei keinesfalls den Glauben, stellt die Kirche aber auch nicht unbedingt immer als das dar, was sie heute verkörpern möchte.
Ulrich Hefner's „Die Bruderschaft Christi“ ist beim Goldmann Verlag, im Jahre 2010, erschienen. Es ist sowohl als Taschenbuch wie auch als Hardcover erhältlich und hat 576 Seiten. Als Taschenbuch ist es für 9,95 Euro erhältlich.
