Stefan Merrill Block "Wie ich mich einmal in alles verliebte"

Eine kurze Vorstellung von "Wie ich mich einmal in alles Verliebte". Ein Buch über die Alzheimer-Krankheit und der betroffenen Familie.

Der Roman „Wie ich mich einmal in alles verliebte“ von Stefan Merrill Block ist zwar schon etwas älter, es lohnt sich aber trotzdem dieses Werk einmal vorzustellen.

Wie Alzheimer eine ganze Familie heimsucht. - Die Geschichte

Seth ist 15, als er erfährt, dass seine Mutter an einer Frühform von Alzheimer leidet, welche durch einen Gendefekt entsteht und deswegen vererbbar ist. Um diese Nachricht verarbeiten zu können, macht sich Seth auf die Suche nach den Vorfahren seiner Mutter, da diese nie über ihre Familie gesprochen hat. Gleichzeitig beschäftigt er sich immer mehr mit dieser Krankheit, liest immer mehr Fachliteratur darüber und kapselt sich von seine Umwelt immer mehr ab.

In einer zweiten, parallel verlaufenden Handlung, erzählt der Vater von Seths Mutter die Familiengeschichte. Er erklärt, warum Seths Mutter nicht von ihrer Familie spricht und auch, wie lange die Krankheit schon in der Familie vorhanden ist.

Beide Handlungen werden noch durch Ausflüge in frühere Epochen unterbrochen, in welchen der Gendefekt entstanden und sich um die ganze Welt verteilt hat. Und es wird durch eine Fantasiegeschichte unterbrochen, welche in der Familie von Seths Mutter über Generationen entstanden ist.

Ein Blick in das Leben mit Alzheimer – Das Fazit

Der Autor versucht mit diesen Roman einen Einblick in das Leben von Familien zu geben, in welchen ein Alzheimerpatient vertreten ist. Und die Geschichte ist auch durchaus spannend und interessant geschrieben, doch leider verwendet der Autor im gesamten Buch Fachbegriffe, dessen Bedeutung man entweder nachschlagen muss, oder die man einfach überliest. Auch ist es sehr verwirrend als er den ersten Teil der Fantasiegeschichte in die Handlung einbaut. Im ersten Moment überlegt man, wo man jetzt gelandet ist und wie das jetzt mit dem zusammenpasst, was man vorher gelesen hat. Man merkt aber schnell, dass diese Geschichte gesondert zum Rest gesehen werden muss. Erkennen kann man die Stellen, da die Schrift hier ins Kursive wechselt.

Insgesamt gesehen gibt das Buch aber einen guten Einblick in das Leben der Familie und in den Verlauf der Krankheit. Die Alzheimer-Form, welche im Buch beschrieben wird, ist zwar rein erfunden, der Autor gibt aber einen realistischen Krankheitsverlauf wieder. An einigen Stellen wünscht mann sich aber, dass der Autor noch ein bisschen tiefer geht, dass er noch ein wenig mehr Einblick in das Familienleben gibt.

Alzheimer- Eine Krankheit, die Vergessen lässt

Die Alzheimer-Krankheit lässt einen langsam alles aus seinen Leben vergessen. Ausgelöst wird dieses Vergessen durch den langsamen Untergang von Nervenzellen. In der frühen Phase äußert sich die Krankheit durch Orientierungsschwierigkeiten und durch Gedächtnisstörungen. Mit dem Fortschreiten der Krankheit nehmen die Beschwerden immer weiter zu, sodass die Patienten immer mehr Unterstützung brauchen, um ihren Lebensalltag zu bewältigen.

Für mehr Informationen über die Krankheit könnt ihr die Seiten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft besuchen.

Stefan Merrill Blocks Roman „Wie ich mich einmal in alles verliebte“ ist beim Dumont Verlag, im Jahre 2008, erschienen. Es ist sowohl als Taschenbuch (Piper Verlag) wie auch als Hardcover erhältlich. Es hat 347 Seiten und kostet als Taschenbuch 9,95 Euro.

Sven Buchien, Sven Buchien

Sven Buchien - Schreiben! Schreiben ist eine Leidenschaft von mir. Früher schrieb ich in Form von Gedichten, dann kamen die Kurzgeschichten und am ...

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